Astrid Schwarz untersucht das Sprunggelenk im Rahmen einer Verkaufsuntersuchung per Röntgenaufnahme
Im Rahmen der Verkaufsuntersuchung wird ein Röntgenbild des Sprunggelenks gemacht

Hufknorpelverknöcherung
Hufknochenverknorpelung

Astrid Schwarz untersucht ein Knie im Rahmen einer Verkaufsuntersuchung per Röntgenaufnahme
Röntgenaufnahme des Knies

 

 

 

An/Verkaufs-Untersuchungen

Was sollte ich vor dem Kauf eines Pferdes beachten? Zu nächst einmal hängt die Antwort auf diese Frage vom Verwendungszweck ab: Ich muss mir klar darüber werden, was ich mit dem Pferd machen möchte. Wie gut kann ich reiten? Welche Vorstellungen habe ich von einem Pferd? Wie alt sollte das Pferd sein? Vor dem Kauf eines Pferdes ist es wichtig, sich über dessen Gesundheit zu informieren. Wie ist der Haltungszustand, das Fell, die Beine? Wie läuft das Pferd, sind die Bewegungsabläufe harmonisch? Wie ist der allgemeine Eindruck?

Seit 2007 gibt es ein neues Pferdeverkaufsgesetz in Österreich. Demnach hat ein Käufer unter Umständen das Recht, ein Pferd innerhalb von zwei Jahren zurückzugeben. Bis sechs Monate kann der Käufer bei gesundheitlichen Mängeln zurückgeben, nach sechs Monaten tritt in solchen Fällen der Anspruch auf Wandlung ein.

Der österreichische Gesetzgeber sieht die Untersuchungen eines Pferdes vor seinem Verkauf durch einen Pferdetierarzt vor. Dabei werden auch Röntgenaufnahmen gemacht (siehe Fotos). Beim Röntgen kommt zum Beispiel eine Verknöcherung des Hufknorpels zu Tage, deren Ursache regelmäßige Erschütterung auf harten Straßen, einseitige Belastung, ein falscher Hufbeschlag, falsches Kürzen des Hufes oder ein schief abgelaufenes Hufeisen sein kann.

Eine An/Verkaufsuntersuchung gibt dem Käufer vor seinem Kauf Sicherheit und hilft umgekehrt auch dem Verkäufer, eine spätere unklare Situation zu vermeiden: Wenn der Verkäufer mit diesem Befund später nachweisen kann, dass das Pferd zum Eigentumsübergang gesund war, bleibt er vom gesetzlichen Recht auf Rückgabe bzw. Wandlung ausgenommen.