Astrid Schwarz bei der Untersuchung von Sehnen im Rahmen der Osteopathie
Astrid Schwarz bei der Untersuchung von Sehnen im Rahmen der Osteopathie

Astrid Schwarz bei der im Rahmen der Osteopathie

Astrid Schwarz bei der Osteopathie

Pascal Evrad Osteopathie

Pascal Evrad war der Lehrmeister von Astrid Schwarz in Sachen Osteopathie

 

 

 

Osteopathie

Es gilt, Blockaden zu identifizieren und durch Behandlungen wie Massagen, Dehnungen Stretching, Faszientechniken zu lösen und dadurch ein physiologisches Funktionieren des Bewegungsapparates sicherstellen. Osteopathie begreift den Körper als Einheit, alle Strukturen und Funktionen sind miteinander verknüpft. Osteopathen vergleichen den Körper deswegen auch mit einem Uhrwerk, in dem ein Rädchen ins andere greift. Ist eine Stelle gestört, kann das Auswirkungen auf den gesamten Organismus haben. Beim Pferd kann zum Beispiel eine Blockierung eines Halswirbels zu Problemen in der Vorderhand führen.

Die Osteopathie ist eine manuelle Behandlungstechnik. Der Therapeut setzt allein seine Hände ein. So ertastet er Bewegungseinschränkungen. Diese können durch Unfälle, Stürze oder Gelenkblockierungen entstanden sein, aber auch eine Folge sein von Muskelverkürzungen, Muskelverspannungen und auch Narbenverklebungen. Mit Hilfe seiner Hände versucht der Therapeut, die Blockierungen zu lösen.

Seit Beginn der 70er Jahre werden auch Pferde mit dieser Methode behandelt. Die Anatomie des Menschen, das Zusammenspiel von Muskulatur, Gelenken, Bändern und Sehnen ist der des Pferdes ähnlich. Pferde-Osteopathie hat sich besonders bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates bewährt, aber auch bei chronischen Krankheiten und vor allem bei der Vorbeugung von akuten Erkrankungen. Im einzelnen:

Das Ziel jeder osteopathischen Behandlung ist Mobilitätsgewinn, ein Wiedererlangen der natürlichen Bewegung. Jede Behandlung beginnt daher zunächst damit, dass sich der Therapeut einen Eindruck von der Beweglichkeit des Pferdes macht, durch Beobachten und Ertasten. Nicht die Form eines Gelenks findet sein Augenmerk, sondern dessen Mobilität. Nach der gründlichen Bestandsaufnahme entscheidet der Therapeut, welche Techniken er anwendet bzw. welche Strukturen er manipuliert.

Manipulation bedeutet in der Osteopathie die Wiederherstellung der Beweglichkeit von Gelenken mit Hilfe der Hand. Sie erfordert ein hohes Maß an Sensibilität sowie genaue Kenntnisse der Anatomie und Funktion des Körpers. Allein durch seine Hände löst der Pferdeosteotherapeut Blockaden. Dieses Lösen wird als Impuls verstanden, eine Initialzündung, die dem Körper hilft, seine Selbstheilungskräfte in Gang zu bringen. Die Vorstellung, der Osteopath „renke“ etwas ein oder aus, ist falsch. Es findet keine Einrenkung oder Verschiebung eines Wirbels oder eines Gelenks statt. Es geht allein darum, fest sitzende Strukturen zu lösen.

Nach einer Behandlung braucht das Pferd mindestens 48 Stunden zur Erholung. Es sollte in dieser Zeit nicht geritten werden, sich aber frei bewegen können. Auf keinen Fall darf es in dieser Zeit angebunden in der Box stehen. Physikalische Maßnahmen wie Wärme, Kälte, Magnetfeldtherapie, Laser, Infrarotbestrahlung, Ultraschall, Elektrotherapie etc. können aber unterstützend angewendet werden. Nicht zuletzt sind auch Reiter, Besitzer oder Trainer in die Behandlung mit eingebunden. Der Osteotherapeut klärt sie über einen gesundheitsfördernden Umgang mit dem Pferd auf. Denn regelmäßig durchgeführte Übungen unterstützen den Heilungsprozess.